Presse / Gästebuch : Der lyrische Salon Weimar, Schloss Ettersberg | www.der-lyrische-salon.de

PRESSE und GÄSTEBUCH

2016 – Der lyrische Salon auch instrumental

Daniel Heides zunehmend kammermusikalische Verpflichtungen sind zu einem wichtigen Teil seiner künstlerischen Arbeit geworden und zu seiner Leidenschaft für das Lied und dessen herausragende Interpreten, gesellen sich viele herausragende Instrumentalisten, mit denen er konzertieren durfte.
Somit öffnen sich in diesem Jahr die Türen des Lyrischen Salons erstmals für rein instrumentale Abende, zu denen wir Sie herzlich einladen.
Der in Berlin lebende Bratschist Andreas Willwohl wird im März und der deutsch-japanische Cellist Danjulo Ishizaka im Mai zusammen mit Daniel Heide am Klavier Sonatenabende gestalten.
Eintritt: 18 Euro, erm. 10 Euro

Der lyrische Salon / 01.03.2016 aus Weimar am 15.01.2014, 19:28

Sopranistin Simone Kermes brillierte im "Lyrischen Salon"

Hans-Jürgen Thiers schreibt in der Thüringischen Landeszeitung vom 27.08.2013 über das Konzert mit Simone Kermes beim Lyrischen Salon

Hans-Jürgen Thiers / Thüringische Landeszeitung am 09.04.2017, 23:02

Der lyrische Salon in Weimar geht in seine dritte Saison

In der Regel besteht das Weimarer Konzertpublikum eher aus Gewohnheitstieren, die von einmal eingeschlagenen Wegen nur ungern abweichen. Im besten Fall ist es eine Diva - und jedenfalls kaum berechenbar.

Es sieht sich zudem einem mehr als üppigen Angebot gegenüber: Allein schon Nationaltheater und Staatskapelle sowie vor allem die Musikhochschule sorgen für die Qual der Wahl. Es gibt also in dieser Stadt ausreichend Abschreckungspotenzial für jedermann, der sich in die Riege hiesiger klassischer Konzertveranstalter einzureihen gedenkt - zumal man damit hier kaum das große Geld machen kann. Der Weimarer Pianist Daniel Heide, Jahrgang 1976, nahm diese Ausgangslage zur Kenntnis - und ignorierte sie erfolgreich.

Deutschlandweit als professioneller Begleiter von Sonaten- und Liederabenden unterwegs, entdeckte er eine programmatische Lücke im Angebot seiner Heimatstadt. Also begründete Heide 2011 die Reihe "Der lyrische Salon - Liederabende in Weimar". Die Liebe zum Genre war stärker als jede Vernunft.

Das hat sich ausgezahlt: vielleicht noch nicht so sehr pekuniär, sehr wohl aber, was die Resonanz betrifft. Heide wurde gleichsam Vater einer stetig wachsenden Familie von engen Freunden des Kunstliedes. Im Gewehrsaal von Schloss Ettersburg, dem Hauptquartier des Salons, blieb bislang kaum einmal einer der Stühle unbesetzt. "Die Botschaft ist: Wir machen weiter", sagt Daniel Heide deshalb und geht an diesem Sonntag in die dritte Saison. Sie umfasst bis nächsten Dezember zehn Liederabende; acht davon finden in Ettersburg statt.

Einen nicht unwesentlichen Teil des beachtlichen Erfolges verdankt Heide erklärtermaßen Schlossdirektor Peter Krause, dem er "den richtigen Riecher" attestiert. Dabei sei die Konzertreihe "immer noch ein Kammerspiel", und der Gewehrsaal biete schließlich nicht den ganz großen, mondänen Klang. Den passenden Rahmen für eine ausgesprochene Liebhaberei bietet er gleichwohl.

Das Programm 2013 sei dabei immer noch ein Basisangebot, sagt Heide: "damit man sich mit dem Grundstock des Repertoires vertraut machen kann". Ohne Schubert und Schumann geht also nichts. "Andere sagen vielleicht, dahinter stecke gar kein Konzept", so Heide, "aber ich muss nicht ständig den Publikumserzieher spielen." Dennoch wird es Ausflüge ins Unbekannte geben: mit Frank Martins Jedermann-Monologen im März zum Beispiel oder Schostakowitschs Michelangelo-Liedern im November.

Die zehn Gast-Sänger des Jahres lassen sich nach drei Kategorien sortieren. Es gibt junge aufstrebende Stars, die allerorten singend von sich reden machen: etwa die Baritone Andrè Schuèn oder Johannes Weiser. Aber auch längst etablierte und teils auch beim "Lyrischen Salon" schon eingeführte Sänger wie Juliane Banse, Simone Kermes oder auch Olaf Bär.
Und schließlich gibt es eine Annäherung an Weimar selbst, mit zwei großartigen Sängern, die lange zum DNT-Ensemble gehörten: Bariton Mario Hoff wird den Reigen an diesem Sonntag mit Schuberts "Winterreise" eröffnen, der Bass Renatus Meszar kehrt im November aus Karlsruhe zurück.

Michael Helbing / Thüringer Allgemeine vom 31.01.2013 am 04.05.2013, 21:24

zurück